Chirurgische Karriere

Wenn Gespräche kippen: Patientenkommunikation im Klinikalltag

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Über diesen Podcast

Patientengespräche gehören zum ärztlichen Alltag – und doch geraten sie immer wieder an ihre Grenzen: Ein Patient wird aggressiv, Vertrauen bricht weg oder es müssen schwierige Entscheidungen kommuniziert werden.

In dieser Folge von Surgeon Talk sprechen wir mit Dr. Tobias Hofmann (Facharzt für Innere Medizin sowie für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Chefarzt der Wiegmann Klinik der DRK Kliniken Berlin) über Patientenkommunikation im klinischen Alltag.
Wie reagiert man, wenn eine Situation plötzlich eskaliert?
Wie bleibt man ruhig, wenn ein Patient Vorwürfe macht?
Und wie überbringt man schlechte Nachrichten im hektischen Klinikalltag unter Zeitdruck?
Eine praxisnahe Einordnung mit konkreten Strukturen wie WWSZ und SPIKES sowie Einblicken in die Rolle von Selbstreflexion und Balint-Gruppen.

Moderator:in

Antonia Schumann

Interviewpartner:in

PD Dr. med. Tobias Hofmann

Podcasts

Aktuelle Berufspolitik

Rechtschutz in der chirurgischen Weiterbildung – must have oder nice to have?

Was passiert, wenn du ein Schreiben eines Rechtsanwaltes oder der Staartsanwaltschaft bekommst und mit dem Vorwurf eines Behandlungsfehlers konfrontiert wirst? Wer oder was hilft dann weiter? Fragen, die wir mit den Justitiar des BDC, Dr. Heberer, besprechen. Schon ein Tipp vorab - erst einmal die Ruhe bewahren!

Hier gibt es Infos zum Versicherungsschutz als BDC-Mitglied!

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Kolibris

100 mal geTALKed!

100 Folgen, unzählige Gespräche und kein bisschen leiser: in unserer Jubiläumsfolge sind alle Moderatorinnen und Moderatoren am Mikro und blicken mit Augenzwinkern auf Highlights und Lieblingsmomente zurück. Wir ziehen einen ehrliches Fazit aus 100 Folgen Surgeon Talk und schauen nach vorn - mit frischen Ideen und der gleichen Neugier wie in Folge 1. 

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Aktuelle Berufspolitik

Kopf-Hand-Arbeit: Psychische Gesundheit in der Chirurgie

Eustress – Distress in der Chirurgie: Wo endet guter Stress? Wo beginnt Überforderung? In dieser Folge sprechen wir darüber, wie sich Stress unterscheiden lässt, welche individuellen und strukturellen Faktoren dabei eine Rolle spielen und warum die Grenze zwischen Motivation und Überforderung oft fließend ist. Wir beleuchten typische Stressoren im chirurgischen Alltag, persönliche Warnsignale sowie Strategien, um nachhaltig leistungsfähig zu bleiben. Ein ehrlicher Blick auf Verantwortung und Resilienz in der Chirurgie – und darauf, wie ein gesunder Umgang mit Stress gelingen kann.

Literatur:
Association Between Surgeon Stress and Major Surgical Complications
Awtry J., Skinner S., Polazzi S., et al. . JAMA Surg. 2025;160(3):332–340. doi:10.1001/jamasurg.2024.6072

Wider psychische Belastungen – resilientes Arbeiten in der Chirurgie [Against the mental stress-Resilient work in surgery]
Thielmann B., Meyer F., Böckelmann I. Chirurgie (Heidelb). 2024 Feb; 95(2):135-147. German. doi: 10.1007/s00104-023-01977-9. Epub 2023 Nov 21. PMID: 37987763; PMCID: PMC10834595.

Von Tabus zu Taten: Unsere psychische Gesundheit
Dr. Victoria Witt

Lokale und regionale Anlaufstellen für mentale Gesundheit
Viele Unterstützungsangebote sind bewusst niedrigschwellig und vertraulich gehalten.

Hausärztinnen und Hausärzte
Erste Anlaufstelle, auch zur Koordination weiterer Hilfen. Wichtig: Bei akuter Eigen- oder Fremdgefährdung steht die Gefahrenabwehr im Vordergrund, gegebenenfalls unter Einbeziehung von Polizei oder Rettungsdienst.

Betriebsärztlicher Dienst

  • Fachärztinnen und Fachärzte für Psychiatrie und Psychotherapie sowie psychologische Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten

  • Suchtberatungsstellen
    Ambulant, anonym, kostenfrei/kostengünstig

  • Balintgruppen und ärztliche Supervision
    Geschützter Raum zur Reflexion emotional belastender Fälle, zum Beispiel nach Komplikationen, bei Schuldgefühlen oder moralischem Stress

  • Sozialpsychiatrischer Dienst
    Beratung, Krisenhilfe und Unterstützung bei psychosozialen Belastungen
    (auch Angehörigenberatung möglich)

  • Psychosozialen Notfallversorgung (PSNV)
    Regionale PSNV-Netzwerke bieten oft niedrigschwellige Vermittlung von Hilfen für Notfallhelfer (z.B. kurzfristige Termine bei Psychoherapeut*innen aus dem Netzwerk)


Überregionale und internationale Angebote für mentale Gesundheit

  • Telefon Seelsorge
    Telefon 0800 111 0 111
    Kostenfrei, anonym, rund um die Uhr erreichbar

  • Info-Telefon Depression
    Telefon 0800 3344533
    Beratung, Information und Orientierung

  • Deutsche Stiftung Depressionshilfe
    Informationen, Selbsttests und weiterführende Hilfsangebote
    https://www.deutsche-depressionshilfe.de

  • International Doctors in Alcoholics Anonymous
    Selbsthilfeangebot speziell für Ärztinnen und Ärzte
    https://www.idaa.org

  • Institut für Ärztegesundheit
    Informationen, Ressourcen, Prävention und Anlaufstelle
    http://www.aerztegesundheit.de

  • Royal College of Surgeons of England
    Impulse und Ressourcen zur mentalen Gesundheit für Chirurginnen und Chirurgen
    https://www.rcseng.ac.uk/careers-in-surgery/wellbeing/

  • Initiative Neue Qualität der Arbeit / psyGA
    Psychische Gesundheit am Arbeitsplatz
    Tools, Schulungen und Präventionsangebote
    www.psyga.info

Unterstützungsangebote speziell für Fachkräfte im Gesundheitswesen

  • PSU-Helpline – Psychosoziale Unterstützung
    Tägliche anonyme und kostenfreie Beratung von 9 bis 21 Uhr
    Beratung durch geschulte Kolleginnen und Kollegen (Peers)
    Für Ärztinnen und Ärzte, Pflege, Rettungsdienst und weitere Gesundheitsberufe
    Gesprächsangebot bei emotionalen Belastungen und akuten Krisen
    Online-Selbsttest zur Einschätzung der eigenen psychischen Belastung
    www.psu-helpline.de

  • Blaupause Gesundheit
    Initiative zur Förderung psychischer Gesundheit im gesamten Gesundheitswesen
    Aufklärungsarbeit, Austauschformate und lokale Präventionsprojekte
    Fokus auf Entstigmatisierung und niedrigschwellige Hilfe bereits im Studium und Berufsstart
    Netzwerkbasierter Ansatz mit wissenschaftlicher Begleitung
    www.blaupause-gesundheit.de

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Chirurgische Karriere

Say it ain't so - chirurgische Klischees

Chirurgische Klischees…. Wir begegnen ihnen immer wieder. Aber was ist eigentlich dran? Und warum machts trotzdem Spaß und Sinn unser Fach zu ergreifen? Julia Rogaczewski, Chirurgie Afficionada und ich unterhalten uns darüber in unserer neuen Folge. Ganz persönlich. 

Nur Mut! Chirurg:in werden

M3-Abschlusstraining "Staatsexamen & Karriere"

Die Chirurginnen e.V.

Ein Hinweis aus Transparenzgründen: In der Anmoderation dieser Folge wurde auf Wunsch des Interviewgastes eine nachträgliche Kürzung vorgenommen. Wir bitten, den dadurch an einer Stelle entstandenen kleinen logischen Sprung zu entschuldigen.

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DRK Kliniken Berlin Westend
Wiegmann Klinik – Klinik für Psychogene Störungen, Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
Spandauer Damm 130
14050 Berlin

seit 2022
Chefarzt, DRK Kliniken Berlin Wiegmann Klinik, Klinik für Psychogene Störungen, Psychosomatische Medizin und Psychotherapie

2018
Habilitation: „Die Interaktion der neuroendokrinen Regulationswege von Nahrungsaufnahme und emotionaler Stressantwort am Beispiel von Nesfatin-1“

ab 2014
Leitender Oberarzt und Stellvertretender Klinikdirektor, Med. Klinik m.S. Psychosomatik, Charité – Universitätsmedizin Berlin

2014
Facharzt Psychosomatische Medizin und Psychotherapie

2011
Zusatzbezeichnung Psychotherapie

ab 2009
Oberarzt, Med. Klinik m.S. Psychosomatik, Charité Campus Mitte, Berlin

2008
Facharzt für Innere Medizin

2008 – 2009
Assistenzarzt Med. Klinik m.S. Psychosomatik Charité Campus Mitte, Berlin, und Med. Klinik C Schwerpunkt Psychosomatik, Ruppiner Kliniken, Neuruppin

2008
Assistenzarzt, Interdisziplinäre Notaufnahme, Charité Campus Virchow Klinikum, Berlin

2006 – 2007
Assistenzarzt, Medizinische Klinik B (Schwerpunkte Gastroenterologie, Hämatologie und internistische Onkologie, Angiologie, Rheumatologie und Diabetologie) und Klinik für Pneumologie und Schlafmedizin, Ruppiner Kliniken, Neuruppin

2003 – 2006
Assistenzarzt, Med. Klinik m.S. Psychosomatik Charité Campus Mitte, Berlin, und Med. Klinik C, Schwerpunkt Psychosomatik, Ruppiner Kliniken, Neuruppin

2003
Assistenzarzt, Interdisziplinäre Intensivstation, Med. Klinik m.S. Infektiologie und Pneumologie, Charité Campus Mitte, Berlin

2003
Promotion: „Einfluss der therapeutischen Beziehung auf Lebensqualität und Blutzuckerkontrolle bei Diabetes mellitus“

2002 – 2003
Assistenzarzt, Interdisziplinäre Notaufnahme, Charité Campus Virchow Klinikum, Berlin