Aktuelles chirurgisches Wissen

Patienten in medizinischer Versorgung und Forschung - brauchen wir das?

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Über diesen Podcast

Brauchen wir Patienten in der klinischen Versorgung ? Klar denkt man, sonst hätten wir ja nichts zu tun. Aber darum geht es nicht, sonden dass Patienten Patienten helfen, Input in wissenschaftliche Projekte geben, Studien weitertragen und somit einen großen Anteil an der klinischen und wissenschafltichen Versorgung für eventuell auch Randgebiete der Medizin haben.

Die Deutsche Sarkom-Stiftung ist eine gemeinsame Organisation von Patienten(vertretern) und Experten. Sie setzt sich dafür ein, die Situation für Sarkom-Patienten in Deutschland zu verbessern – engagiert, qualitäts-, ergebnis- und patientenorientiert. Dafür engagiert sie sich in verschiedenen Bereichen: Information, Forschung, Fortbildung, Versorgungsstrukturen inkl. Etablierung von spezialisierten Sarkom-Zentren, Diagnose- und Behandlungsqualität, als auch Patienteninformation und Interessensvertretung.

Moderator:in

PD Dr. med. Anna Duprée

Interviewpartner:innen

Prof. Dr. med. Jens Jakob

Maria Brandt

Odette Helbig

Podcasts

Aktuelles chirurgisches Wissen

Faktencheck Onkologische Chirurgie: Rektumkarzinom

Das Rektumkarzinom: zwischen neoadjuvanter Therapie, neuen organerhaltenden Strategien und technologischem Fortschritt in der Chirurgie stellt sich zunehmend die Frage: Was ist heute eigentlich der optimale Behandlungsweg für unsere Patientinnen und Patienten? Prof. Germer aus der Chirurgischen Uniklinik Würzburg wird uns deutlichst erhellen.

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Aktuelles chirurgisches Wissen

Faktencheck onkologische Chirurgie: primäre Lebertumore

Im Rahmen dieser Folge beschäftigen wir uns vornehmlich mit dem HCC und dem intrahepatischen CCC als Hauptvertreter der primären Lebertumoren. Wir diskutieren Diagnostik und Therapie und arbeiten heraus, warum jeder primäre Lebertumor mindestens einmal in einem Zentrum vorgestellt werden sollte. 

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Chirurgische Karriere

Wenn Gespräche kippen: Patientenkommunikation im Klinikalltag

Patientengespräche gehören zum ärztlichen Alltag – und doch geraten sie immer wieder an ihre Grenzen: Ein Patient wird aggressiv, Vertrauen bricht weg oder es müssen schwierige Entscheidungen kommuniziert werden.

In dieser Folge von Surgeon Talk sprechen wir mit Dr. Tobias Hofmann (Facharzt für Innere Medizin sowie für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Chefarzt der Wiegmann Klinik der DRK Kliniken Berlin) über Patientenkommunikation im klinischen Alltag.
Wie reagiert man, wenn eine Situation plötzlich eskaliert?
Wie bleibt man ruhig, wenn ein Patient Vorwürfe macht?
Und wie überbringt man schlechte Nachrichten im hektischen Klinikalltag unter Zeitdruck?
Eine praxisnahe Einordnung mit konkreten Strukturen wie WWSZ und SPIKES sowie Einblicken in die Rolle von Selbstreflexion und Balint-Gruppen.

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Aktuelle Berufspolitik

Rechtschutz in der chirurgischen Weiterbildung – must have oder nice to have?

Was passiert, wenn du ein Schreiben eines Rechtsanwaltes oder der Staartsanwaltschaft bekommst und mit dem Vorwurf eines Behandlungsfehlers konfrontiert wirst? Wer oder was hilft dann weiter? Fragen, die wir mit den Justitiar des BDC, Dr. Heberer, besprechen. Schon ein Tipp vorab - erst einmal die Ruhe bewahren!

Hier gibt es Infos zum Versicherungsschutz als BDC-Mitglied!

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Prof. Dr. med. Jens Jakob ist Facharzt für Chirurgie, Gefäßchirurgie und spezielle Viszeralchirurgie. Er ist aktuell Leiter der Sektion Sarkomchirurgie und des Sarkomzentrums der Universitätsmedizin Mannheim.

Nach dem Studium in Hamburg und Berlin absolvierte Prof. Jakob seine Weiterbildung in der Klinik für Chirurgie und Chirurgische Onkologie der Robert-Rössle-Klinik, Charité – Universitätsmedizin Berlin und der Universitätsmedizin Mannheim. Er habilitiert über die multimodale Therapie von Weichgewebesarkomen und war Research Fellow am Royal Marsden Hospital in London, dem größten europäischen Sarkomzentrum. Von 2018 bis 2021 war Professor Jakob Leiter des Sarkomzentrums Göttingen und erhielt 2020 den Ruf auf die Professur für Sarkomchirurgie.

Maria Brandt wurde 1983 in Witten im Ruhrgebiet geboren. Nach der Geburt ihres Sohnes 2006, zog sie nach Bayern und studierte dort Politik und Gesellschaft mit dem Schwerpunkt auf politischer Kommunikation. Nach erfolgreichem Abschluss ihres Studiums zog Maria Brandt wieder ins Ruhrgebiet und arbeitete dort als Projektkoordinatorin für arbeitsmarktpolitische Programme und als freie Dozentin.

Neben ihrer Berufstätigkeit und der Sorge für ihren Sohn, begleitete sie zudem ihre beiden an Krebs erkrankten Eltern, bis zu deren Tod im Jahr 2012 und 2014. 2014, im selben Jahr als ihr Vater verstarb, lernte Maria Brandt ihren späteren Mann Andrea Bizzotto kennen. Zwei Jahre später erfuhr das Paar, dass sie Eltern einer Tochter werden würden, und kurz darauf diagnostizierten Ärzte einen Tumor an Andreas Bein, ein bösartiges und sehr seltenes Synovialsarkom. Mitten in der Hochdosis-Chemotherapie ihres Mannes brachte Maria Brandt 2017 die gemeinsame Tochter zur Welt. 2018 fing der WDR an die Familie für 4 Jahre zu begleiten und die 5teilige WDR Doku-Serie „Stärker als der Tod“ entstand. Während der Dreharbeiten verstarb Andrea Bizzotto am 1. März 2019, im Alter von 33 Jahren an den Folgen seiner Krebserkrankung.

Heute arbeitet Maria Brandt als Referentin und Koordinatorin bei der Deutschen Sarkom-Stiftung und setzt sich für die Bedürfnisse von Menschen mit seltenen Krebserkrankungen, wie den Sarkomen ein. Nebenbei schreibt Maria Brandt Bücher („Die Antwort ist Liebe“) über die Zeit, als der Krebs bei ihnen einzog und sie mit 35 Jahren alleinerziehende Witwe mit zwei Kindern wurde.

geboren am 18.1.82 in Thüringen, aufgewachsen in Berlin, 2 Kinder

  • Facherzieherin für Integration, mittlerweile leider in Erwerbsminderungsrente

  • Mini-Job und Ehrenamt bei der Deutschen Sarkom-Stiftung inkl. Podcast "selten&solide"

  • 2010 nach 6 Monaten ED fibromyxoides Weichgewebesarkom, nachts auf dem Krankenhausflur! Für den nächsten Tag war eine 8h-OP geplant, in der mir der untere Teil der Wirbelsäule entfernt werden sollte, weil ein Teratom vermutet wurde. Glücklicherweise kam das Biopsie-Ergebnis und der Prof. der Chirurgie lehnte die OP ab. 

  • mehrere Rezidive und eine Stichkanal-Metastase

  • Hormonersatztherapie infolge der vorzeitigen Wechseljahre durch Beckenbestrahlung, hat sich als fatal herausgestellt, weil der Tumor Östrogenrezeptoren aufwies. Leider habe ich den ersten pathologischen Befund aber erst nach 10 Jahren erhalten und Buch hatte nicht auf Hormonrezeptoren untersucht.

  • Dann Anti-Hormontherapie

  • Jetzt Ixoten